Jährlich werden über 150 000 Strafverfahren allein wegen Cannabiskonsum eingeleitet. Die deutsche Verbotspolitik kostet jährlich mehrere Milliarden Euro. Sie fördert den illegalen Handel, den globalen Drogenkrieg und vergrößert die gesundheitlichen Risiken nicht zuletzt durch die Stigmatisierung und Kriminalisierung von Konsumierenden. Dass Kiffen illegal ist, entspricht schon längst nicht mehr dem Gerechtigkeitsempfinden vieler Menschen. Wir stehen für eine andere, selbstbestimmte, aufgeklärte und liberale Drogenpolitik, die die Risiken des Drogenkonsums nicht verschleiert und auf Prävention statt auf Verbote setzt. Wie ein verantwortungsvoller gesellschaftlicher Umgang mit Sucht und Drogen aus Sicht der GRÜNEN JUGEND aussehen kann, habe wir am 30. März mit Jamila Schäfer, der Bundessprecherin der GRÜNEN JUGEND, diskutiert.

Nachdem wir einem groben Blick auf die Rolle des Drogenkonsums in der Geschichte der Menschheit geworfen haben, spachen wir über die Rolle von Drogen und Rausch in der heutigen Leistungsgesellschaft. Im Anschluss diskutierten wir die Risiken einer auf Stigmatisierung setzenden Verbotspolitik, als auch die Perspektiven einer verantwortungsvollen, liberalen Drogenpolitik.